Agape Therapie

Unser psychotherapeutisches Konzept ist die Kommunikationstherapie beziehungsweise die Kommunikationspsychotherapie. Diese Form der Therapie ist eine von uns entwickelte Kurztherapie.

Wo kommt sie her?

Sie basiert auf den Erkenntnissen der psychologischen Entwicklungen vor Freud, mit dem man ja üblicherweise die Psychologie als Wissenschaftsdisziplin beginnen lässt (Philosophie). Die Kommunikationspsychotherapie speist sich aus der Vorstellung, dass das Psychische und das Physische (Leib-Seele-Problem) eine Einheit bilden und sich gegenseitig beeinflussen und beeinflussen lassen. Kommunikationstherapie speist sich ebenso aus den Erkenntnissen der Humanistischen Psychologie (Gesprächstherapie) und Verhaltenstherapie, wie auch aus den Erkenntnissen der Tiefenpsychologie (Transaktionsanalyse). Schließlich speist sie sich aus den Erkenntnissen der Kommunikationsforschung und der Gesprächsanalyse. Die Kommunikationstherapie sieht sich den Vorstellungen systemischer Therapieformen verbunden.
Schwerpunkt des Ansatzes ist aber die gelingende Kommunikation - mit sich selbst und mit dem anderen/den anderen.

Die therapeutische Haltung

Die therapeutische Haltung, die ein Kommunikationstherapeut unserer Schule einnimmt, ist neben der Wahrnehmung der Rolle beispielsweise als Analytiker die Haltung des Seelsorgers. Die intellektuelle Verortung der Kommunikationstherapie ist der philosophische, das heißt sokratische Standpunkt. Die Kommunikationstherapie geht davon aus, dass in einem therapiebedürftigen Menschen (der nicht "krank" genannt werden sollte) "alles" vorhanden ist, und es wie in einem maieutischen Prozess zutage kommen kann. Dies gilt zum Beispiel für chronifizierte, posttraumatische Belastungsstörungen aus der Zeit der Kindheit ebenso wie für erlernte "falsche" Verhaltensweisen.

Verortung

Vom materialistischen Standpunkt aus betrachtet könnten man sagen: Das Gehirn merkt sich (speichert) alles und man kann die malignen Prozesse und Assoziationen mithilfe der Kommunikationspsychotherapie mit salutogenen Assoziationen verknüpfen. Vom metaphysischen Standpunkt aus kann man sagen: Die Kommunikationstherapie sorgt sich um die Seele in einer Weise, dass sie empathisch und sanft versucht, die Konflikte des betreffenden Menschen aufzusuchen, sie zuzulassen und mit ihnen in Kommunikation zu treten.

Verfahren

Und so kann die Kommunikationspsychotherapie auf der Grundlage von Gesprächen einen Heilungsprozess in Gang setzen und begleiten. Die Gespräche verlaufen idealer Weise in sieben Phasen:

  1. Begegnen
  2. Suchen
  3. Wahrnehmen
  4. Aussprechen
  5. Entscheiden
  6. Bewegen
  7. Begleiten

Die Kommunikationstherapie hat das Ziel, durch die Begegnung mit sich selbst und dem anderen den eigentlichen Problemen nachzugehen, die wirklichen Fragen zu stellen, die möglichen Antworten zuzulassen, die Dinge ‚wahr zu nehmen‘, gemeinsam Visionen zu entwickeln, in Bewegung zu geraten, neue Wege zu wagen. Auf diese Weise ist Kommunikationstherapie ein Weg der Heilung.

Anwendung

Die Kommunikationspsychotherapie lässt sich als Therapieform bei vielen organisch nicht bedingten psychischen Störungen einsetzen. Sie ist als Einzeltherapie ebenso einsetzbar wie als Paar- oder Familientherapie. Als supportive Therapieform ist sie bei allen anderen psychischen Störungen schon wegen ihrer seelsorgerlichen und mitmenschlichen Perspektive einsetzbar.